Kopfschmerzen, Migräne – was hilft? –
Ursachen, Anzeichen, Behandlung, Medikamente etc.

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Hier eine kurze Übersicht, worüber du dich nachfolgend informieren kannst. Ich habe die einzelnen Zeilen verlinkt, so kannst du schneller und bequemer zum jeweiligen Thema (und wieder hierher zurück) gelangen.

Kopfschmerzen – Ursachen

Kopfschmerzen sind nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Schmerzform; sie treten sowohl bei Erwachsenen als auch Kindern auf und quälen fast jeden irgendwann. Kopfschmerzen beeinträchtigen zwar die Lebensqualität, sind medizinisch aber meist harmlos.
Trotz intensiver Forschung ist bis heute nicht wirklich bekannt, was bei Kopfschmerzen im Schädel vor sich geht bzw. welche Ursachen für Kopfschmerzen verantwortlich sind. Normalerweise sind sie nur ein vorübergehendes Warnsignal bzw. ein Hinweis auf zugrundeliegende ernste Erkrankungen.
Während leichte, vorübergehende Kopfschmerzen sich mit Hausmitteln oder einfachen Schmerzmitteln behandeln lassen, erfordern Migräne und schwere chronische Schmerzen jedoch eine spezielle Therapie

Primäre Kopfschmerzen

Die möglichen Auslöser sind im Gegensatz zu den im Dunkeln liegenden Vorgängen bei Kopfschmerzen bekannt. Bei primären Kopfschmerzen können dies sein:

  • Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Rauchen
  • Alkohol
  • schlecht belüftete Räume
  • lange Bildschirmarbeiten sowie schlecht eingerichteter Arbeitsplatz
  • Wetterumschwünge
  • Schlafmangel und unregelmäßiger Schlaf
  • und bei Frauen: Hormonschwankungen während des Zyklus

Sekundäre Kopfschmerzen

Diese Art der Kopfschmerzen lässt sich immer auf eine Krankheit bzw. auf einen äußeren Einfluss zurückführen. Die häufigsten Ursachen können sein:

  • Verspannung der Nacken-Muskulatur
  • Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule
  • Verletzungen der Kopf- und Halswirbelsäule, Schädelhirntrauma)
  • Trigeminusneuralgie bzw. Costen-Syndrom (Gesichtsschmerz, Schmerzen im Kiefer etc.)
  • Virusinfektionen, zum Beispiel Erkältung, Grippe
  • Entzündungen: Gehirnhautentzündung (Meningitis), Gehirnentzündung (Enzephalitis), Arteriitis temporalis (Gefäßentzündung der Schläfen-Arterien), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Zahnwurzelentzündung
  • Aneurysmen (krankhafte Ausweitungen der Gefäßwand) von Hirnarterien, die platzen können
    Schlaganfälle: ischämischer Hirninfarkt, Subarachnoidalblutung, Gehirnblutung
  • Tumore (wobei Gehirntumore äußerst selten für Kopfschmerzen verantwortlich sind)
  • Pseudoallergie durch bestimmte Nahrungsmittel, wie beispielsweise Glutamat („China-Restaurant-Syndrom“)
  • Bestimmte Substanzen, zum Beispiel Nitrate, Östrogene zur Verhütung
  • verminderte Sauerstoffaufnahme des Bluts, beispielsweise durch schweres Asthma bronchiale, COPD (chronische Lungenerkrankung), chronische Bronchitis
  • Bluthochdruck
  • Unter-Zuckerung bei Diabetes
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • häufige Einnahme von Schmerzmitteln
  • Drogenentzug
  • Hitzschlag
  • akuter Grüner Star (Glaukomanfall)

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Migräne – Auslöser, Ursachen, Definition

Migräne – Auslöser und Ursachen

Ebenso wie bei den „normalen“ Kopfschmerzen sind Auslöser bzw. Ursachen einer Migräne bis heute unbekannt. Demzufolge ist Migräne nach derzeitigem Stand des Wissens nicht heilbar.
Migräne wird als chronische Kopfschmerz-Erkrankung angesehen, die sich in Anfällen von 4 – 72 Stunden Dauer äußert.
Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass auch bei starken Migräne-Auslösern nicht jeder Mensch einen Migräne-Anfall bekommt. Andererseits führen verschiedene Vorgänge dazu, dass zu bestimmten Zeiten Migräne-Anfälle leicht ausgelöst werden können. In solchen Fällen genügt oft nur ein geringer Auslöser, wie beispielsweise die Einnahme einer etwas größeren Salzmenge, ein Schluck Alkohol oder einfach nur eine seelische Erregung.

Migräne – Definition

Wann wird Migräne diagnostiziert? –
Die Definition (Diagnose) einer Migräne erfolgt nur bei denjenigen Patienten, bei denen die folgenden Bedingungen erfüllt sind. Bei allen anderen Arten von Kopfschmerzen ist es die Aufgabe des Arztes die entsprechende Art herausfiltern.

  1. Es müssen mindestens 10 Anfälle die Kriterien unter den Pt. 2 – 4 erfüllen.
  2. Unbehandelte bzw. nicht erfolgreich behandelte Kopfschmerzen mit einer Dauer von 4 – 72 Stunden; diese sind durch schmerzfreie Intervalle unterbrochen.
  3. Die Kopfschmerzen erfüllen mindestens zwei der folgenden Eigenschaften:
    • halbseitig
    • pulsierend
    • mittel bis schwer; tägliche Tätigkeiten werden be- oder gänzlich verhindert
    • Verstärkung der Schmerzen durch körperliche Tätigkeiten.
  4. Während der Kopfschmerz-Attacken tritt mindestens eines der folgenden Symptome auf:
    • Übelkeit mit oder ohne Erbrechen
    • Licht- oder Lärmempfindlichkeit
  5. Untersuchungen und Befragungen durch den Arzt ergaben keinerlei Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung; bei Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung konnte diese durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden.

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Kopfschmerzen – Symptome

Wie bereits im Kapitel Kopfschmerzen – Ursachen dargestellt, können Kopfschmerzen verschiedenste Ursachen haben, die sich in Folge dessen durch verschiedene Symptome äußern.

Bild zu Kopfschmerzen - Symptome

Foto-Quelle: Potatojunkie via Foter.com / CC BY-NC-ND

Um hierzu eine entsprechende Diagnose stellen zu können, muss eine Unterscheidung nach Dauer der Symptome getroffen werden. Diese erfolgt folgendermaßen:

  • sporadische Kopfschmerzen: bis zu 10 Tage im Jahr
  • episodische Kopfschmerzen: bis zu 15 Tage im Monat
  • chronische Kopfschmerzen: Dauer bis zu 15 Tagen pro Monat über mindestens 3 Monate oder mindestens 180 Tage im Jahr

International wird übrigens zwischen mehr als 220 Arten an Kopfschmerzen unterschieden. Es ist daher Aufgabe des Arztes, aufgrund der auftretenden Symptome die entsprechende Kopfschmerzart zu sondieren und demzufolge eine entsprechende Behandlung anzuraten.
Um die Krankheit einzugrenzen, wird er dir vermutlich folgende Fragen stellen:

  • Wie fühlen sich die Schmerzen an?
  • Wie stark sind sie?
  • Gibt es bestimmte Auslöser?
  • Welche Begleiterscheinungen treten auf?

Diese Fragen reichen oftmals aus, um die Ursachen zu klären und eine sichere Diagnose aufgrund der auftretenden Symptome zu stellen.
Da es, wie weiter vorne bereits erwähnt, mehr als 220 Arten an Kopfschmerzen gibt, hier nur eine kurze Beschreibung von zwei Arten und deren Symptome:

1. Spannungskopfschmerzen

Dies ist die am häufigsten diagnostizierte Kopfschmerzart. Dabei haben viele Betroffene das Gefühl, dass sich ihr Kopf anfühlt, als ob er in einen Schraubstock eingespannt wäre.

Symptome bei Spannungskopfschmerzen

  • pressender, ziehender oder drückender Schmerz
  • an beiden Schläfen oder im Bereich der Stirn
  • Schmerz beginnt im Nackenbereich und zieht sich über den Kopf nach vorne
  • außerdem: Verspannung von Kopf-, Schulter- oder Nackenmuskeln

Spannungskopfschmerzen sind allerdings nicht mit Migräne-Symptomen wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit gepaart. Auch tritt keine Zunahme der eher leichten bis mittelschweren Schmerzen auf, wenn du dich bewegst.

2. Cluster-Kopfschmerzen (Bing-Horton-Syndrom)

Diese Schmerzen zählen zu den schwersten Kopfschmerzattacken. Sie treten ohne ersichtlichen Grund auf; ganz plötzlich sind sie da und sind kaum auszuhalten.

Symptome bei Cluster-Kopfschmerzen

  • stark schneidende, bohrende bzw. brennende Schmerzattacken in der Dauer von 15 Minuten bis zu 7 Stunden
  • Schmerzen im Bereich der Augen, der Stirn oder der Schläfe
  • Begleitumstände: gerötete und tränende Augen, laufende Nase, übermäßiges Schwitzen
  • tritt in Serien auf, besonders häufig im Frühjahr und Herbst (Cluster-Perioden)
  • vorwiegend einseitig

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Migräne – Anzeichen

Die typischen Anzeichen und somit Symptome von Migräne sind:

  • Pochende und pulsierende Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Überempfindlichkeit gegen Licht und Lärm
  • MigräneKopfschmerzen treten meist als Attacke auf

Bild zu Migräne – Anzeichen

Eine Migräne-Attacke kann sich in drei bis vier Phasen äußern, meist jedoch beginnt sie direkt mit Kopfschmerzen.

Die 4 Phasen einer Migräne-Attacke

Phase 1 – Vorboten

Hinweise auf einen herannahenden Anfall sind Anzeichen wie:

  • Stimmungsschwankungen
  • Apetitschwankungen, Heißhunger
  • Über- bzw. Unteraktivität
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • starkes Gähnen
  • Müdigkeit
  • Licht- und Geschmacksüberempfindlichkeit

Phase 2 – Aura

Also Migräne mit Aura, früher als klassische Migräne bezeichnet.
Normalerweise macht sich die Aura bereits vor dem Einsetzen der Kopfschmerzen bemerkbar. Somit ist sie ein Vorbote für die folgende Attacke. Erfahrungsgemäß entwickeln sich die Anzeichen innerhalb von fünf bis zehn Minuten und klingen nach etwa einer Stunde wieder ab.
Die Aura kommt bei etwa 10 – 15 Prozent der Betroffenen vor und ist von folgenden typischen neurologischen Störungen begleitet:

  • Sehstörungen (Augenflimmern, Einschränkung des Gesichtsfeldes, Sehen von Lichtblitzen)
  • halbseitige Empfindungsstörungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • fallweise Sprachstörungen

Achtung: Da derartige Symptome auch im Zuge eines Schlaganfalls auftreten können, solltest du, insbesondere beim erstmaligen Auftreten, unbedingt deinen Arzt zu Rate ziehen.
Bis heute gibt es keine Therapie gegen die Aura. Jedoch durch schnelles Handeln kann die nachfolgende Migräne-Attacke oftmals gemildert werden.

Phase 3 – Kopfschmerzen

Mit dem Verschwinden der Aura (nach spätestens einer Stunde) setzen pochende, hämmernde Kopfschmerzen ein. Diese beginnen bei manchen Betroffenen im Nacken. In weiterer Folge ziehen sie sich oftmals nur an einer Kopfseite hoch, häufig bis in den Bereich der Stirn, der Augen oder Schläfen. Und meist werden sie durch körperliche Aktivität verstärkt.
Bei vielen der Leidtragenden werden diese Migräne-Kopfschmerzen von starker Übelkeit (bis zum Erbrechen) und Frösteln begleitet. Offenkundig kommt es auch zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen wie Licht, Geräuschen und Gerüchen. Demzufolge ziehen sich die Betroffenen meist in abgedunkelte, ruhige Räume zurück.

Phase 4 – Rückbildung

Nach 4 – 72 Stunden lassen die Beschwerden allmählich nach – erstes Zeichen ist oft ein starker Harndrang. Zurück bleiben zunächst meist noch Müdigkeit, Erschöpfung und Schwäche, auch Nackenverspannung, Reizbarkeit und Appetitlosigkeit.

Aufgrund dieser vier Phasen und der damit einhergehenden typischen Anzeichen ist die Diagnose durch den Arzt bzw. den Betroffenen selbst fast immer möglich.
Doch es gibt auch

Sonderformen der Symptome

Neben den bereits erwähnten Symptomen einer Migräne existieren zahlreiche Sonderformen.

  • So kommt es beispielsweise vor, dass die Aura besonders lange dauert und neurologische Störungen im Vordergrund stehen.
  • Auch kann der Betroffene gar keine Kopfschmerzen, sondern nur neurologische Probleme haben.
  • Obendrein können Migräne-Attacken ohne Aura auftreten.
  • Vor allem bei Kindern gibt es eine Form der Migräne, bei denen sich starke, diffuse Schmerzen im Bauchraum äußern (Bauch-Migräne). Blässe, Appetitlosigkeit und Übelkeit ergänzen diesen Zustand. Demgemäß ist diese Art ist schwer zu erkennen, denn sie geht oft erst später in eine übliche Migräne über.

Die Häufigkeit an Migräne-Attacken ist individuell sehr unterschiedlich: Bei vielen Leidtragenden treten sie regelmäßig ein- bis sechsmal im Monat auf; andererseits kommt es auch zu unregelmäßigen und größeren Abständen.
Wie bereits erwähnt, ist aufgrund der vier Phasen und der damit einhergehenden typischen Symptome eine Diagnose fast immer möglich.
Ist jedoch eine Diagnose aufgrund atypischer Symptome unmöglich und besteht Verdacht auf eine andere Grunderkrankung, müssen andere Diagnose-Verfahren wie Röntgen, CT und MRT oder Methoden zur Prüfung der Hirnfunktion herangezogen werden.

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Kopfschmerzen – was hilft?

Grundsätzlich möchte ich hier feststellen, dass deine Kopfschmerzen nicht von einem Mangel an Thomapyrin, Aspirin oder einem anderen der unzähligen Mittel, die in Apotheken angeboten werden, herrühren. Anders ausgedrückt: Quälen dich Kopfschmerzen, ist es nicht zwingend erforderlich irgendwelche Schmerzmittel einzuwerfen, ohne vorher einen oder mehrere der folgenden Tipps ausprobiert zu haben. Denn oft reicht es, mehr oder weniger Wasser zu trinken, um Kopfschmerzen, wie von Geisterhand, verschwinden zu lassen.
Fazit: Dein Körper verlangt vorrangig nach Wasser, nicht nach Medikamenten!

Bild zu Kopfschmerzen - was hilft?

Was also hilft bei Kopfschmerzen?

Wie bereits erwähnt, lassen sich Kopfschmerzen (wie etwa Spannungs-kopfschmerzen, aber sogar Migräne) oft auch ohne Medikamente bewältigen. Hierzu im Folgenden einige Tipps mit der Hoffnung, dass der eine oder andere auch dir helfen möge:

  • Trinken: Oft ist Flüssigkeitsmangel die Ursache für Kopfschmerzen. Trinke daher ausreichend Leitungs-, stilles Mineralwasser oder Kräutertee in kleinen Schlucken.
  • Ernährung: Achte auf eine vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse.
  • Ruhe und Entspannung: Schlafe ausreichend und gönne dir immer wieder eine Pause.
  • Entspannung der Augen: Auch eine Überanstrengung der Augen, vor allem durch lange Arbeit am Bildschirm, kann Kopfschmerzen auslösen. Daher: Gönne dir regelmäßig Pausen, in denen du dich vom Bildschirm entfernst und dich bewegst.
    Eine Entspannungsübung für die Augen: Reibe die Handflächen fest (sodass sie ganz heiß werden); anschließend bedecke die Augen 2 – 3 Minuten mit den so erwärmten Handflächen (siehe Bild).

Was hilft noch bei Kopfschmerzen?

  • Lockerung der Hals- und Nackenmuskulatur: auch Muskelverspannungen können Ursachen für leichte Kopfschmerzen sein. Um diese Muskeln zu entspannen, kann etwas Bewegung Abhilfe schaffen. Lockere Hals- und Nackenmuskulatur mit einigen einfachen Übungen, gehe in der Natur spazieren oder auch schwimmen.
    Sollte dies alles nicht helfen, empfehle ich dir muskuläres Tiefentraining.
  • Behandlung durch Wärme: Warme Vollbäder entspannen; und dies ganz besonders mit Beifügung von Heublumen, (diese wirken unter anderem schmerzstillend).
  • Wechselbäder für Füße oder Arme: Auch derartige Bäder können bei akuten Kopfschmerzen helfen.
  • Kühlung: Mit etwas Minzöl Schläfen und Nackenpartie einreiben; dies kühlt und lindert die Schmerzen. Hast du kein Minzöl parat, kann auch ein feuchtes, kühles Tuch oder ein Kältepack zur Schmerzlinderung beitragen.
  • Akupressur: Etwa eine Fingerbreite neben den Augenbrauen sitzen Beruhigungspunkte. Das gleichzeitige kreisende Massieren auf beiden Seiten kann ebenfalls Kopfschmerzen lindern.
  • Kaffee mit Zitronensaft: Trinke schwarzen Kaffee mit einem Schuss Zitronensaft. Koffein hemmt die Freisetzung der Schmerzhormone und Zitrone beschleunigt diese Wirkung. Sicher ein etwas ungewöhnlicher Tipp, jedoch hat er schon vielen Betroffenen geholfen.

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Kopfschmerzen – Tabletten, Medikamente

Grundsätzlich solltest du bei Kopfschmerzen die im Kapitel Kopfschmerzen – was hilft? vorgestellten Methoden ausprobieren. Und das, bevor du mit Tabletten bzw. sonstigen Medikamenten zu experimentieren beginnst. Sollten diese natürlichen Methoden bei dir keine Wirkung zeigen, kannst du noch immer auf Medikamente umsteigen.

Bild zu Kopfschmerzen – Tabletten, Medikamente

Tabletten, Medikamente bei fallweisen Spannungskopfschmerzen

Die folgenden Tabletten können bei Kopfschmerzen, die als fallweise Spannungskopfschmerzen auftreten, Linderung verschaffen:

Achtung: Es handelt sich bei diesen Medikamenten um Schmerzmittel!
Insofern sollten sie nicht unbedacht oder aus reiner Gewohnheit eingenommen werden. Eine Bedenklichkeit ist vor allem gegeben, wenn die Einnahme an mehr als zehn Tagen im Monat oder an drei aufeinander folgenden Tagen erfolgt. Derartig lang andauernde Kopfschmerzen sollten unbedingt mit einem Arzt besprochen werden.

Tabletten, Medikamente bei chronischen Spannungskopfschmerzen

Bei dieser Art der Kopfschmerzen besteht vor allem die Gefahr der Abhängigkeit. Zudem kann es bei regelmäßiger Einnahme zu Kopfschmerzen kommen, die durch die Einnahme der Medikamente entstehen, also zu den so genannten Nebenwirkungen (siehe hierzu auch im nächsten Absatz). Um dem vorzubeugen, kann der Arzt hier trizyklische Antidepressiva verschreiben, durch deren Einnahme die Schmerzschwelle erhöht wird. Nachteile dieser vorbeugenden Medikamente: ihre Wirkung tritt oft erst nach vier bis sechs Wochen ein.

Behandlung von Medikamentenkopfschmerz

Kopfschmerzen, die durch Medikamentenmissbrauch entstanden sind, lassen sich nur durch Entzug der Substanzen stoppen. Dieser kann ambulant, teilstationär (Tagesklinik) oder stationär (z.B. in einer Schmerzklinik) erfolgen. Auf keinen Fall solltest du den Entzug auf eigene Faust in Angriff nehmen, denn ärztliche Hilfe ist hier unerlässlich. Außerdem erleichtert sie die Entwöhnung.

Tabletten, Medikamente bei Clusterkopfschmerzen

Bei den extremen Leiden, die bei Cluster-Kopfschmerzen auftreten, verschreibt der Arzt vermutlich Triptane. Auch durch Inhalation von reinem Sauerstoff lassen sich die Anfälle unterbrechen. Ebenso hilft es manchen Patienten, ein Mittel zur örtlichen Betäubung in das Nasenloch der betroffenen Seite zu sprühen.

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Migräne – was hilft?

„Was hilft gegen Migräne?“

Diese Frage beschäftigt vermutlich alle Betroffenen. Denn einerseits gibt es zahlreiche wirksame Medikamente zur Behandlung von Migräne, aber auch psychologische Maßnahmen. Beide können die Häufigkeit und das Ausmaß der Schmerzattacken herabsetzen. Doch andererseits wollen viele Patienten zusätzlich auf bewährte Hausmittel, pflanzliche Heilmittel, Homöopathie, Akupunktur etc. zugreifen.
Grundsätzlich solltest du, bevor du mit Medikamenten zu experimentieren beginnst, die im Kapitel Kopfschmerzen – was hilft? vorgestellten Methoden ausprobieren. Sollten diese bei dir keine Wirkung zeigen, kannst du noch immer auf Medikamente umsteigen.

Bild zu Migräne - was hilft?

Migräne-Attacken vorbeugen

Wie bereits erwähnt, ist Migräne nach derzeitigem Stand des Wissens nicht heilbar. Trotzdem kannst du vorbeugen und demzufolge die Attacke und deren Verlauf mildern.
Aufgrund der schleierhaften Ursachen (siehe hierzu im Kapitel Migräne – Auslöser, Ursachen, Definition) gibt es zahleiche, allerdings sehr unterschiedliche Empfehlungen, um Migräne-Attacken vorzubeugen.

Grundsätzlich kann jedoch festgehalten werden, dass vor allem die individuellen Ursachen gefunden und demzufolge gemieden werden sollten, um entsprechend vorbeugen zu können.
Beispielsweise können Empfängnisverhütungsmittel (Pille), Stress, Schlafmangel, Wettereinflüsse, Unterzuckerung, aber auch gewisse Nahrungsmittel die Ursache für Migräne-Anfälle sein.

Allgemeine Maßnahmen gegen Migräne-Attacken

Hierzu werden empfohlen:

  • Ernährungsumstellung
  • Stressverminderung
  • Entspannung
  • Bewegung bzw. Sport (regelmäßig)
  • geregelter Tagesablauf

Oftmals wird auch angepriesen, auf kohlenhydratarme Kost umzusteigen; entsprechende wissenschaftliche Studien dazu stehen allerdings derzeit noch aus.
Andererseits werden bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen positive Wirkungen beigemessen, dies vor allem den Vitaminen B, dem Coenzym 10 sowie Magnesium, Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren.
Da erfahrungsgemäß Migräne-Patienten oftmals Unverträglichkeiten bei gewissen Nahrungsmitteln aufweisen, lohnt es sich vermutlich, auch diese genauer zu betrachten.
Als klassische Unverträglichkeiten sind bekannt: Rotwein und Käse, aber auch diverse Lebensmittelzusatzstoffe, wie etwa Glutamat.

Nicht zuletzt können andere Heilverfahren wie Homöopathie unterstützend und vorbeugend gegen Migräne-Anfälle eingesetzt werden. Aufgrund der Schwere und des chronischen Verlaufs sollten derartige Heilverfahren jedoch durch einen entsprechend geschulten Therapeuten bzw. Arzt begleitet werden.

Was hilft bei akuter Migräne?

Medikamentöse Behandlung

Hier steht vor allem eine medikamentöse Behandlung im Vordergrund. Mit dieser sollte sofort begonnen werden, sobald Anzeichen einer bevorstehenden Attacke auftreten.
Hierzu werden häufig Triptane als Medikament verwendet. Diese gaukeln dem Gehirn vor, der Botenstoff Serotonin zu sein und entfalten so dessen Wirkung. Erfahrungsgemäß wirken diese bei einigen Betroffenen schneller, wenn sie mit einem heißen Getränk eingenommen werden.

Doch Achtung: Betroffene, die an einer Migräne mit Aura leiden, sollten mit der Einnahme starker Mittel gegen Migräne wie Triptane oder Ergotamine warten, bis die Aura vorüber ist. Grund hierfür ist, dass sich sonst möglicherweise das Schlaganfallrisiko erhöht.

Bei Auftreten zusätzlicher Übelkeit empfiehlt es sich, ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen wie Metoclopramid (MCP) oder Domperidon einzunehmen. Dieses sollte am besten 15 – 30 Minuten vor Einnahme von Triptan oder anderen Schmerzmitteln wie Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol etc. eingenommen werden. Dadurch werden die Magen-Darm-Tätigkeit und die Aufnahme der anderen Medikamente gefördert. Sobald dieses Medikament seine Wirkung zeigt, sollte viel getrunken werden, vorrangig stilles Mineralwasser.

Natürliche Behandlung

Manchen Betroffenen hilft das Einreiben der Schläfen mit Pfefferminzöl, sobald sich eine Attacke anbahnt. Aber auch das Trinken von Kaffee kann einen positiven Effekt erwirken.
Nicht zuletzt unterstützt das beidseitige Drücken von Akupressurpunkten die Anfälle zu mildern. Es handelt sich dabei um folgende Akupressurpunkte: die Mulden zwischen Daumen und Zeigefinger, zwischen Schläfen und Ende der Augenbrauen sowie zwischen Anfang der Augenbraue und Nasenwurzel.
Mehr über natürliche Behandlungsmöglichkeiten findest du im Kapitel Migräne – Hausmittel.

Weitere Maßnahmen gegen Migräne-Anfälle

Siehe hierzu im Kapitel Regeln für Migräne-Kopfschmerz-Patienten.

Spezielle Hilfe für Frauen

Wenn auch du immer wieder unter Migräne als auch Menstruationsbeschwerden zu leiden hast, wirst du vielleicht bis dato nicht an Schmerztabletten und deren eventuellen Nebenwirkungen umhin gekommen sein.
Doch nun verspricht ein neu entwickeltes Präparat schnelle und natürliche Hilfe für Millionen betroffener Frauen. Denn es bekämpft Kopfschmerzen nicht auf die herkömmliche Art, sondern wirkt vorbeugend, ist zu 100% natürlich und weist keine der bekannten Nebenwirkungen auf.
Als wirksame Migräne-Prophylaxe enthält „Migradolor“ eine patentierte Kombination aus hochdosiertem Magnesium, Riboflavin (Vitamin B2) und Coenzym Q10.
Die Kapseln können je nach Stärke der Beschwerden individuell dosiert und bei Bedarf vor, während und nach der Periode eingenommen werden.
Sie sind außerdem für Veganerinnen geeignet!
Daher:

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Migräne – Hausmittel

Einerseits haben Hausmittel gegen Migräne den Vorteil, dass sie den Organismus üblicherweise nicht durch ausgeprägte Nebenwirkungen belasten, wie das bei den meisten Medikamenten der Fall ist. Andererseits ist die Wirkung dieser Mittel meist nicht wissenschaftlich bestätigt. Fachleute vermuten, dass oftmals allein der Glaube an ein bestimmtes Hausmittel zu einer Linderung der Beschwerden führen kann.
Erfahre in diesem Kapitel, welche Mittel dir die Naturheilkunde an Möglichkeiten der Behandlung bietet.

Migräne – Hausmittel, Medikamente, Behandlung

Hier also einige Hausmittel gegen Migräne

Es existieren einige Hausmittel gegen Migräne, die allerdings zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden müssen, um ihre Wirksamkeit zu entfalten. Sie werden am besten eingenommen, wenn sich ein Anfall anbahnt, also noch bevor Schmerzen verspürt werden. Ist dieser Punkt jedoch überschritten, helfen meist nur noch entsprechende Medikamente.
Begleitend allerdings können Hausmittel gegen Kopfschmerzen zu jeder Zeit etwas Linderung bringen.

Immer ausreichend trinken

Immer ausreichend zu trinken gilt generell! – Doch vor allem für Migräne-Patienten ist es wichtig, damit sich im Körper erst gar keine Schlackenstoffe anhäufen können.
Also immer viel trinken und nicht erst, wenn eine Attacke im Anmarsch ist!
Ist dir normales (Leitungs-)Wasser zu ordinär, kannst du darin Vanilleextrakt auflösen. Aber auch das Trinken von frischen Gemüse-, Trauben- oder Fruchtsäften mit Ingwerextrakt kann Linderung verschaffen.

  • Rotbuschtee

    Neben Wasser ist beispielsweise Rotbuschtee empfehlenswert. Denn dieser kann, mit Gewürznelken angereichert, Kopfschmerzen lindern. Noch besser eignet sich der Tee zur Vorbeugung, und zwar dann, wenn die ersten Anzeichen darauf hindeuten, dass sich eine Attacke anbahnt.

  • Weidenrinde und Pestwurz

    Dies sind zwei weitere Heiltees, die bei Migräne helfen können. Und auch sie sollten getrunken werden, wenn noch keine Schmerzen da sind, jedoch die Vorahnung besteht, dass die nächste Attacke im Anmarsch ist.

  • Silberweide

    Dies ist ein alt-bekanntes Hausmittel aus dem Bereich der Pflanzenheilkunde. Es zählt zu den bewährten schmerzstillenden und entzündungshemmenden Mitteln und wird daher auch als „natürliches Aspirin“ bezeichnet.
    Für die Behandlung wird die Rinde der Silberweide verwendet, die zu diesem Zweck im Frühjahr von den Zweigen geschält wird.
    Und so bereitest du den Tee aus Silberweide gegen Migräne zu:

    1. Mische 1 TL Rinde (aus der Apotheke) mit 1/4 Liter kaltem Wasser
    2. Bringe die Mischung zum Kochen
    3. Anschließend nimm den Topf vom Herd und lass‘ den Tee 5 Minuten lang ziehen
    4. Seihe die Rinde ab und trinke täglich 2 bis 4 Tassen

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Heilerde und Wasseranwendungen (warm, kalt)

  • Heilerde

    wird vor allem bei Durchfall eingenommen. Diese wertvolle Erde bindet Gifte und ermöglicht die Ausscheidung auf natürliche Art und Weise. Demzufolge ist dies eine einfach Möglichkeit auch bei Migräne-Patienten Gifte aus dem Körper zu bekommen. Um dem gerecht zu werden, muss die Heilerde über einen längeren Zeitpunkt eingenommen werden. Wenn du den sandigen Geschmack nicht magst, kannst du die Heilerde auch in Form von Kapseln zu dir nehmen.

  • Migräne - Wasseranwendungen (Hydrotherapie)

  • Wasseranwendungen (Hydrotherapie)

    Du hast nur geringe Schmerzen und bist noch fähig, dich aufrecht zu halten? Dann können warm-kalte Wechselduschen, Wasser-, Tau- und Schnee-Treten, aber auch warme und kalte Fuß- bzw. Armbäder hilfreich sein.

    • Wärmeanwendungen – Arm- und Fußbäder

      Beginnt sich die Migräne mit einem Wärmegefühl im Kopf und kalten Füßen und (oder) Händen bemerkbar zu machen, kann ein Teilbad mit langsamer Temperaturerhöhung helfen. Also ein ansteigendes Arm- oder Fußbad. Aber auch ein ansteigendes Vollbad kann zweckmäßig sein.
      Als Badezusatz eignen sich vorzugsweise Rosmarin, Arnika oder Fichtennadeln. Denn diese regen die Durchblutung an und sorgen gleichzeitig für eine Entspannung der Muskeln (siehe auch im folgenden Abschnitt „Aromatherapie“).

    • Kälteanwendungen – Arm- und Fußbäder

      Andere Migräne-Patienten profitieren eher von Kälte: Durch ein kaltes Arm- oder Fußtauchbad verengen sich die Blutgefäße im Arm bzw. Fuß. Demzufolge verengen sich reflexartig auch die schmerzhaft gedehnten Arterien im Kopf.
      Achtung: Bei Blasen-, Nieren- und Unterleibsentzündungen sind kalte Tauchbäder nicht erlaubt!

      Konntest du trotzdem den Anfall nicht verhindern, lindern kühle Auflagen mit Heilerdepaste die Schmerzen. Dabei werden der Paste ein paar Tropfen ätherisches Pfefferminzöl beigemischt.
      Kannst du auf beides im Moment nicht zugreifen, helfen in kaltem Wasser getränkte Auflagen.
      Alternativ kannst du auch eine Kühlpackung verwenden, die du allerdings nie direkt auf die Haut legen solltest. Stattdessen solltest du die Packung in ein Tuch einwickeln und auf Nacken oder Stirn legen.
      Eine derartige Kälteanwendung sollte nicht länger als fünfzehn Minuten dauern. Allerdings kann sie nach einer Pause von zwanzig Minuten erneut und mehrmals wiederholt werden.

Aromatherapie

Häufig wird als Heilmittel bei gelegentlich auftretenden Migräne-Anfällen die Anwendung ätherischer Öle, also eine Aromatherapie, empfohlen. Die verwendeten Duftessenzen haben eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Demzufolge wirken sie, je nach Art ihrer Anwendung, beruhigend, entspannend oder erfrischend.

  • Pfefferminzöl

    Zur Linderung von Kopfschmerzen hat sich vor allem Pfefferminzöl bewährt. Dieses kannst du lokal an den schmerzenden Stellen der Stirn und der Schläfen auftragen. So stimuliert es die Kälte- und Druckrezeptoren, wirkt entspannend und fördert die Durchblutung.
    Achtung: Du solltest jedoch nie reines ätherisches Öl direkt auf der Haut anwenden, da es so rasch zu Hautreizungen kommen kann. In Apotheken und Drogerien gibt es verschiedene, fertig gemischte Produkte, die wirksam und zugleich sicher in der Anwendung sind.
    Alternativ kannst du eine zehnprozentige Pfefferminzlösung mit wenig Aufwand selbst herstellen.

    1. Mische 20 Tropfen Pfefferminze mit 10 ml Jojoba-, Mandel-, Olivenöl etc. als Trägeröl
    2. Trage die Mixtur auf Stirn und Schläfen auf und massiere sie mit kreisenden Bewegungen sanft ein
    3. Wiederhole die Anwendung bei Bedarf nach 15 Minuten
  • Vanille

    Die Wirkung der Vanille ist zwar nicht erforscht, Betroffene allerdings berichten immer wieder von positiven Effekten.
    Vanilleextrakt ist als natürliches Hausmittel bei Kopfschmerzen bekannt, demzufolge erscheint es auch bei Migräne einen Versuch wert.
    Mische hierzu einen Teelöffel reinen Extrakt mit ca. 200 ml Wasser oder Tee und trinke anschließend schluckweise.

  • Ingwer

    hat sich unter anderem als Hausmittel gegen Übelkeit und Erkältungen bewährt. Er kann aber auch bei Kopfschmerzen helfen und diese sogar verhindern, vorausgesetzt er wird rechtzeitig eingenommen.
    Zerkleinere etwa einen Zentimeter der geschälten Wurzel auf einer Reibe. Vermische den geriebenen Ingwer mit Fruchtsaft und trinke ihn. Wenn du den Geschmack des Ingwers gern hast, kannst du das Stück auch kauen.

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Migräne – Behandlung ohne Medikamente

Neben den oben genannten Hausmitteln, aber auch Medikamenten, gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, mit denen die Behandlung einer Migräne ohne Medikamente (also alternativ) durchgeführt werden kann. Zur Vorbeugung von Migräne-Attacken haben sich vor allem Maßnahmen aus der Verhaltenstherapie als wirksam erwiesen. Aber manch andere Verfahren können sogar bei akuten Schmerzattacken helfen.
Im Folgenden also einige Möglichkeiten der Behandlung ohne Medikamente.

Migräne - Behandlung ohne Medikamente (Akupressur)

Anamnese und Beratung

Eine erste wichtige Maßnahme durch den behandelnden Arzt ist die ausführliche Erstellung eines Krankheitsbildes. Im Anschluss daran soll(t)en die sich daraus ergebenden Maßnahmen mit dem Patienten besprochen und geklärt werden. Allein dadurch kann die Häufigkeit der Anfälle bereits deutlich reduziert werden. Das gilt insbesondere für Kinder mit Migräne.

Entspannung

Auch das Erlernen und die anschließend tägliche Anwendung von Fertigkeiten zur Entspannung sind für die Betroffenen sinnvoll.
Autogenes Training oder Progressive Relaxation, auch bekannt als Muskuläres Tiefentraining nach Jacobson, können helfen, Häufigkeit und Schwere der Attacken, aber auch die Menge der Schmerzmittel zu reduzieren.
Autogenes Training ist komplizierter zu erlernen und bedarf auch mehr an Übung. Allerdings bietet es auch Möglichkeiten zur positiven Selbstkonditionierung.
Demnach ist das Muskuläre Tiefentraining (pdf-Datei zum Download) leichter zu erlernen und auch besser in den Alltag zu integrieren.
Auch das ganzheitliche klassische Yoga trägt dazu bei, Schmerzen zu lindern. Auch hilft es zu lernen, die Gedanken zu konzentrieren und die Willenskraft zu stärken.

Sport

Auch vorbeugende sportliche Aktivitäten, wie etwa Ausdauersport oder Bewegungstherapie, können vor allem das Ausmaß der Schmerzen während einer Attacke vermindern. Leider lässt sich die Anzahl der Attacken dadurch nicht wesentlich beeinflussen.
Fachleute empfehlen angemessenen Ausdauersport, beispielsweise dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten.

Biofeedback

Biofeedback funktioniert auf Basis einer Elektroenzephalografie (EEG) bzw. eines Komputertomografen. Mit Hilfe von Sensoren und akustischen, aber auch visuellen Signalen, lernen die Patienten Funktionen des vegetativen Nervensystems zu kontrollieren. Diese laufen üblicherweise unbewusst ab. Doch durch das Training mit dem Biofeedbackgerät sind sie im Falle einer Attacke in der Lage, beispielsweise ihre rechte oder linken Schläfenarterie per Willenskraft zu verengen. Eine zu starke Durchblutung in diesem Bereich gilt nämlich als mögliche Ursache eines Migräne-Anfalls.

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Akupunktur und Akupressur bei Migräne

Akupunktur

wird seit Jahren bei verschiedensten Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Und sie kommt mittlerweile auch bei Migräne zur Anwendung, allerdings nur als vorbeugende Maßnahme. Die Nadeln sollen sowohl Häufigkeit, als auch Intensität der Migräne-Attacken lindern.

Eine Akupunktur-Sitzung dauert normalerweise etwa eine halbe Stunde. Die Nadeln sind spürbar, verursachen aber in der Regel keinerlei Schmerzen.
Experten empfehlen anfangs eine Behandlung mit zwei Sitzungen pro Woche. Nach 15 Sitzungen sollten die Beschwerden deutlich reduziert sein. Anschließend folgen nur noch regelmäßige Auffrischungen der Akupunktur.

Leider ist Migräne durch Akupunktur nicht heilbar. Dennoch können dadurch langfristig die Schmerzen reduziert, und somit die Lebensqualität vieler Betroffener gesteigert werden.

Akupressur

Ähnlich wie die Akupunktur arbeitet auch die Akupressur. Die Beschwerden werden hierbei durch sanften Druck auf bestimmte Stellen am Körper gelindert. Insgesamt jedoch zeigt die Akupressur geringere Erfolge als die Akupunktur.

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Homöopathie, Schüssler Salze, Bachblüten

Homöopathie

Viele naturheilkundlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker sind der Meinung, dass Homöopathie besonders wirkungsvoll bei der Behandlung von Migräne ist. Allerdings konnte in wissenschaftlichen Studien eine eindeutige Wirkung bislang noch nicht nachgewiesen werden. Trotzdem schwören auch viele Patienten auf diese Form der Alternativmedizin.
Vermutlich wirkt sich positiv aus, dass Homöopathen oftmals mehr Zeit für ihre Patienten aufwenden. Somit können sie im ausführlichen Gespräch den individuellen Auslösern der Migräne besser auf den Grund gehen.

Wird ein Homöopath gefragt: „Was hilft bei Migräne?„, wird er vermutlich antworten, dass dies
von der Art und Ausprägung der Beschwerden abhängig sei.
Es werden jedoch beispielsweise empfohlen:

  • Bryona: wenn schon die geringste Berührung zu starken Kopfschmerzen führt
  • Gelsemium sempervirens: wenn die Schmerzen vom Hinterkopf bis zu den Augen ziehen
  • Belladonna: bei pochendem Kopfschmerz mit starker Übelkeit und Erbrechen
  • Iris versicolor: bei Migräne mit ausgeprägter Aura und Übelkeit
  • Sanguinaria: bei sehr starken Schmerzen
  • Nux vomica: bei Migräne-Auslösern wie Ärger, Hektik und Schafmangel

Homöopathische Mittel sind praktisch alle in Form von Tabletten, Globuli (Kügelchen) oder in flüssiger Form erhältlich. Migräne-Attacken werden üblicherweise mit C30-Potenzen behandelt.

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Schüssler-Salze zur Behandlung von Migräne

Auch bei dieser Art der Behandlung ohne Medikamente berichten viele Betroffene von positiven Erfahrungen. Die Anwendung erfolgt mittels verschiedener Schüssler-Salze, wobei Apotheker und Heilpraktiker vor allem die Folgenden empfehlen:

  • Nr. 7: Magnesium phosphoricum
  • Nr. 8: Natrium chloratum
  • Nr. 14: Kalium bromatum
  • Nr. 21: Zincum chloratum
  • Nr. 22: Calcium carbonicum

Die Behandlung kann mit mehreren Schüssler-Salzen erfolgen. Jedoch niemals mit mehr als drei Salzen zur selben Zeit. Erwachsenen wird empfohlen, drei- bis sechsmal täglich, eine bis drei Tabletten einzunehmen. Kinder können ein- bis dreimal täglich eine halbe bis zwei Tabletten einnehmen. Dies ist abhängig von Körpergröße und Gewicht.

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In Apotheken oder Drogeriemärkten gibt es Mineralstoff-Präparate, deren Hauptanteil Magnesium ist. Denn Magnesium kann vorrangig Migräne-Attacken vorbeugen, die durch Stress, nervliche oder geistige Überlastung ausgelöst werden. Aber auch in Form von Schüssler-Salzen soll Magnesium Hilfe bei Migräne bieten.

Bachblüten gegen Migräne

Um dem Teufelskreis aus Stress, Anspannung und folglich Migräne zu entfliehen, können Bachblüten die Grundlage für eine besonders schonende und verträgliche Heilbehandlung sein. Bei Anzeichen von Kopfschmerzen und Migräne ist es deshalb ratsam, diese frühzeitig im Rahmen einer Bachblütentherapie zu behandeln, damit sie nicht chronisch werden.
Vorzugsweise für diejenigen, deren Migräne sich auf ungünstige Lebensgewohnheiten zurückführen lässt, kann eine Therapie mit Bachblüten ein erster Schritt sein. Doch nach der Heilung ist es ebenso wichtig, nicht wieder in alte Muster zu verfallen und so aufs Neue zu erkranken.
Deshalb raten Experten oft zu einer dreimonatigen Therapie. In deren Verlauf wird man nicht nur von seinen Kopfschmerzen erlöst, sondern lernt auch, wieder mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu erlangen. Durch diese Umstellung kann man so dauerhaft von seiner Migräne geheilt werden.
So hilft vor allem die Bachblütenmischung Nr. 43 bei Migräne, um

  • unempfindlicher gegenüber Stress zu sein
  • weniger zu grübeln
  • mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu erlangen
  • besser schlafen zu können und
  • auch weniger empfindlich zu sein.

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Kognitive Verhaltenstherapie

Ein zentrales Thema der Behandlung einer Migräne ohne Medikamente ist die kognitive Verhaltenstherapie. Ziel dabei ist, zum Experten in eigener Sache zu werden. Dies, um abhängig von der jeweiligen Situation, unterschiedliche Bewältigungsstrategien einsetzen zu können.
Um dem gerecht zu werden, wird im Rahmen von Einzel- oder Gruppentherapien der Umgang mit Stress analysiert und folglich verbessert. Selbstredend wird auch an jenen negativen Denkmustern gearbeitet, die Stress verursachen können. Demzufolge entwickeln Patienten ein stärkeres Gefühl von Selbstvertrauen und fühlen sich den Attacken nicht mehr hilflos ausgeliefert. Denn nun können sie darauf vertrauen, selbst Einfluss auf ihre Krankheit zu nehmen.

Die kognitive Verhaltenstherapie hilft vorrangig den Patienten, die sehr ehrgeizig sind und hohe Ansprüche an sich selbst stellen. Außerdem Patienten, bei denen Stress der Hauptauslöser ist, und solchen, die unter ausgeprägten depressiven Symptomen leiden. Des weiteren profitieren besonders Patienten, bei denen Migräne-Attacken sehr häufig auftreten.
Aber auch anderen Betroffenen hilft die Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie und Behandlung mit Medikamenten besser, als nur Medikamente einzunehmen.
Und nicht zuletzt helfen Verfahren zur Schmerzbewältigung bei akuten Migräne-Anfällen. Dabei lernen die Patienten sich vom Schmerz zu distanzieren. So beispielsweise in Form von Lenkung der Aufmerksamkeit (weg vom Schmerz) und Übungen zur Erhöhung der Imagination (Vorstellungskraft).

Kopfschmerz- und Migränetherapie nach Kern

Diese Form der Behandlung beinhaltet ein spezielles Konzept. Bei diesem lernen Patienten, ihre Kopfschmerzen und Migräne so gut wie möglich selber zu kontrollieren. Die Therapie beinhaltet die folgenden Bereiche:

  • Manuelle Migränebehandlung
  • Bewegungsschulung
  • Mentaltraining

Ziel der Therapie nach Kern ist es, die Symptome der Migräne lokalisieren zu lernen. Denn je nach Lokalisation kommt eine andere Behandlungsweise zur Anwendung.
Außerdem lernen die Betroffenen die Symptome anhand ihrer Stärke in verschiedene Stadien einzuteilen. Dadurch können die Schmerzen verschiedenen anatomischen Strukturen zuordnet werden.
Im Zuge einer manuellen Migränebehandlung wird der Arzt mit Spezialgriffen Verspannungen und Blockaden, wie etwa im Nacken- oder Schulterbereich, lösen.
Durch Bewegungsschulung und Mentaltraining sollen die positiven Effekte vertieft, und somit das Schmerzgedächtnis neutralisiert werden. Dies führt schließlich dazu, dass sich die Betroffenen nicht an ihre negativen Erfahrungen bei Schmerzattacken erinnern.

Ernährung bei Migräne

Manche Lebensmittel können einen Migräne-Anfall auslösen bzw. diesen sogar verstärken. Ebenso wie die Ursachen von Migräne unklar sind, ist auch unklar, in welchem Zusammenhang Migräne und Ernährung stehen.
Die Erfahrungen verschiedenster Migränepatienten zeigen jedoch, dass Attacken nach dem Verzehr von Rotwein, reifem Käse, Schokolade, Sauerkraut oder Bananen auftreten. All diese Nahrungsmittel enthalten biogene Amine, wie etwa Tyramin und Histamin. Folglich dürften diese Inhaltsstoffe für Migräneanfälle verantwortlich sein.

Natriumglutamat, ein Geschmacksverstärker, der vor allem in Chinarestaurants verwendet wird, gilt ebenfalls als potenzieller Auslöser von Kopfschmerzen und in weiterer Folge von Migräne.
Auch Koffein kann Kopfschmerzen und Migräne auslösen. Oftmals ist aber auch das Gegenteil der Fall: Viele Menschen, die in der Arbeit regelmäßig Kaffee trinken, reagieren erst an koffeinlosen Tagen mit einer Migräne.
Nicht zuletzt kann kaltes Speiseeis eine Attacke auslösen. Dies geschieht allerdings nicht durch bestimmte Inhaltsstoffe im Eis, sondern durch die Kälte, die gewisse Gebilde im Gehirn reizt.

Fazit: Es gibt keine allgemein gültige Diät für Betroffene! Denn nicht jeder Mensch reagiert auf die oben genannten Substanzen mit einem Migräne-Anfall. Folglich ist es daher auch nicht sinnvoll, von Haus aus auf gewisse Lebensmittel zu verzichten. Stattdessen lautet die Empfehlung, einen Migränekalender zu führen. Dieser bietet schließlich eine Übersicht über alles, was du isst und trinkst und die damit verbundenen Attacken.
Aufgrund dieser Aufzeichnungen solltest du im Laufe der Zeit gewisse Muster erkennen und dementsprechend weniger und auch sanftere Attacken über dich ergehen lassen können (mehr dazu im Kapitel Migräne-Kopfschmerz-Fibel).

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Migräne – Medikamente

Bekanntermaßen belasten Medikamente in der Regel den Organismus durch ihre ausgeprägten Nebenwirkungen. Du solltest daher diese erst anwenden, wenn dir die in den vorherigen Kapiteln Migräne – Hausmittel und Migräne – Behandlung ohne Medikamente vorgestellten Methoden nicht helfen konnten.
Sollten diese natürlichen Methoden bei dir keine Wirkung zeigen, kannst du noch immer auf Medikamente umsteigen.
Hier also Medikamente zur Behandlung von Migräne:

Medikamente zur vorbeugenden und akuten Behandlung einer Migräne-Attacke

Medikamente zur vorbeugenden Behandlung einer Migräne-Attacke

Medikamente zur vorbeugenden MigräneBehandlung (Prophylaxe) werden erst eingesetzt, nachdem nicht-medikamentöse Prophylaxe-Maßnahmen eine unbefriedigende Wirkung gezeigt haben.
Grundsätzlich sollten vorbeugende Maßnahmen erwogen werden, wenn:

  • mehr als drei Migräne-Attacken pro Monat auftreten,
  • die Häufigkeit der Attacken spürbar zunimmt,
  • die Attacken länger als 72 Stunden andauern,
  • häufiger als 10-mal pro Monat Schmerz- oder Migräne-Mittel eingenommen werden müssen,
  • sich die Attacken trotz der Medikamente nicht ausreichend verbessern oder die Medikamente nicht gut vertragen werden,
  • die Attacken mit ausgeprägten neurologischen Ausfällen einhergehen
  • Lebensqualität, berufliche Aufgaben oder der Schulbesuch durch die Migräne-Anfälle erheblich beeinträchtigt sind
  • aus der Vorgeschichte bereits ein durch Migräne bedingter Infarkt bekannt ist.

Zur Migräne-Prophylaxe stehen Medikamente der ersten und zweiten Wahl zur Verfügung. Die Behandlung beginnt mit Medikamenten der ersten Wahl. Reduzieren diese die Anfälle weder in ihrer Stärke noch in ihrer Häufigkeit, kommen Medikamente der zweiten Wahl zur Anwendung.

Vorbeugende Behandlung – Medikamente der 1. Wahl

  • Anti-epileptische Medikamente wie Topiramat oder Valproinsäure
  • Betablocker: Metoprolol oder Propranolol
  • Kalzium-Antagonisten wie Flunarizin
  • Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin

Vorbeugende Behandlung – Medikamente der 2. Wahl

  • Antidepressiva aus der Gruppe SNRI wie Venlafaxin
  • andere Anti-Epileptika wie Gabapentin
  • Azetylsalizylsäure
  • Pestwurzextrakt
  • Magnesium und Vitamin B2 (Riboflavin)
  • Botulinumtoxin A (Botox)

Seit Ende 2011 ist das Nervengift Botulinumtoxin A zur Vorbeugung chronischer Migräne-Attacken zugelassen. Damit dürfen Erwachsene behandelt werden, die an mindestens 15 Tagen im Monat unter Migräne-Kopfschmerzen leiden und bei denen bisherige Medikamente nicht gewirkt haben. Das Botox wird als Spritze verabreicht, wobei die Behandlung in spezialisierten Kopfschmerzzentren durchgeführt werden sollte.

Medikamente zur Behandlung einer akuten Migräne-Attacke

Mit der Behandlung einer Migräne-Attacke sollte sofort begonnen werden, sobald Anzeichen derselben auftreten. Hierzu können Antiemetika (Medikamente, die Übelkeit und Brechreiz unterdrücken sollen), wie Metoclopramid oder Domperidon eingenommen werden. Dadurch werden die Magen-Darm-Tätigkeit und auch die Wirkung der anschließend einzunehmenden Schmerzmittel verstärkt. Sobald diese Medikament seine Wirkung zeigt, sollte viel getrunken werden, vorrangig stilles Mineralwasser.

Je nach Schwere der Beschwerden während einer Attacke eignen sich

Bei leichter bis mittelschwerer Migräne

hoch dosierte Schmerzmittel der Gruppe nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen sowie Paracetamol.
Oftmals kommen auch Kombinationspräparate aus ASS, Paracetamol und Koffein, Ibuprofen oder Naproxen zur Anwendung. Eine Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein stellte sich in Studien als wirksamer heraus, als die Verwendung einzelner Substanzen und eine Kombination ohne Koffein. Demzufolge wird sie von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft als Mittel der ersten Wahl empfohlen.

Bei schwerer Migräne

Triptane und Mutterkornalakaloide (Ergotamine).
Triptane (wie beispielsweise Sumatriptan, Zolmitriptan, Almotriptan oder Naratriptan) gaukeln dem Gehirn vor, der Botenstoff Serotonin zu sein und entfalten so dessen Wirkung. Außerdem verengen sie die Blutgefäße im Gehirn. Dies kann die Schmerzen einer Migräne lindern.
Sie sind als Tabletten, als Zäpfchen, als Nasenspray oder als Injektion für unter die Haut erhältlich. Wie bereits erwähnt, wirken sie am besten, wenn vor einer herannahenden Migräne-Attacke so bald wie möglich angewendet werden.
Die beiden Triptane Almotriptan und Naratriptan sind mittlerweile auch ohne Rezept erhältlich. Nichtsdestotrotz ist in jedem Fall vor Einnahme von Triptanen eine ärztliche Beratung notwendig. Denn sie sollten nicht in bestimmten Fällen einer Migräne, und sie dürfen auf keinen Fall bei bestimmten Krankheiten angewendet werden. So beispielsweise bei Koronarer Herzerkrankung (KHK), unbehandeltem Bluthochdruck, dem Raynaud-Syndrom, schwerer Nieren- und Leberfunktionsstörungen sowie Schlaganfällen. Auch für Kinder unter 12 Jahren sind Triptane tabu. Erfahrungsgemäß wirken sie bei einigen Betroffenen schneller, wenn sie mit einem heißen Getränk eingenommen werden.

Bei Mutterkornalkaloiden (Ergotaminen) handelt es sich um Gefäß verengende Wirkstoffe, die allerdings starke Nebenwirkungen aufweisen. Demzufolge sollten sie nur eingesetzt werden, wenn einzelne Migräne-Attacken besonders lang sind oder andere Medikamente keine Wirkung zeigen. Für Menschen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Herzinfarkt und Schlaganfall) sind sie ungeeignet. Ebenso für Kinder unter zwölf Jahren.

Pflanzliche Medikamente zur Behandlung einer Migräne

Diese Phytotherapeutika werden allgemein immer beliebter. Eingesetzt werden dabei vor allem Präparate aus Pestwurz und Mutterkraut.
Erwiesenermaßen können beide Heilpflanzen Migräne-Symptome nachweislich reduzieren. Demzufolge wurde Pestwurz in die aktuellen Richtlinien zur Behandlung bei Migräne aufgenommen.
Mutterkraut wirkt vor allem beruhigend, kann aber auch Übelkeit und Erbrechen lindern.

Die Einnahme pflanzlicher Präparate wird nur nach ausdrücklichem ärztlichem Rat empfohlen. Und es ist auch bei der Behandlung der Migräne durch pflanzliche Medikamente wichtig, sich unbedingt an die Anweisungen des Arztes zu halten. Denn wie bei den chemischen Präparaten müssen auch bei den pflanzlichen die Anwendungshinweise und eventuelle Gegenanzeigen beachten werden. So sollte beispielsweise vor Beginn einer Behandlung mittels einer Blutentnahme geklärt werden, ob die Nieren- und Leberfunktion normal sind.

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Migräne während Schwangerschaft und Stillzeit

Migräne kommt auch während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Allerdings vermindern sich bei etwa 70 Prozent der Patientinnen während dieser Zeiten Anzahl und Stärke der Migräne-Attacken; so die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.
Verantwortlich hierfür sollen die weiblichen Geschlechtshormone sein.
Leider treten die Attacken in den meisten Fällen nach Schwangerschaft und Stillzeit erneut im altbekannten Ausmaß auf.

Migräne während Schwangerschaft und Stillzeit

Maßnahmen ohne Medikamente während der Schwangerschaft und Stillzeit

In jedem Fall sollten die Betroffenen in diesen Zeiten besonders auf Medikamente verzichten und die in den beiden Kapiteln

gemachten Vorschläge vorrangig beachten.

Vor allem sollten Stress, unregelmäßige Nahrungsaufnahme, unzureichendes Trinken und Änderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus vermieden werden.
Vermutlich sind regelmäßige Bewegung und Sportarten, die die Ausdauer fördern, hier besonders empfehlenswert.
Weiters gehören Möglichkeiten der Entspannung wie das Muskuläre Tiefentraining (pdf-Datei zum Download) und Biofeedback zu den bevorzugten Maßnahmen zur Behandlung ohne Medikamente während Schwangerschaft und Stillzeit.
Die Akupunktur hat in der vorbeugenden Behandlung von Migräne generell eine gute Wirksamkeit gezeigt. Demzufolge kann sie auch in diesen Zeiten angewandt werden. Der behandelnde Akupunkteur sollte allerdings schon Erfahrungen mit Schwangeren haben.
Nicht zuletzt können Patientinnen auch naturgemäße Verfahren wie die Medizinische Resonanz Therapie Musik® anwenden.

Maßnahmen durch Medikamente während der Schwangerschaft und Stillzeit

Wie bereits im vorherigen Absatz erwähnt, sollte dem Verzicht auf Medikamente in diesen Zeiten ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt werden.
Doch was tun, wenn die Migräne in unerträglichen Maßen auftritt? –
In jedem Fall sollten während während Schwangerschaft und Stillzeit alle Medikamente, auch rezeptfreie, nur nach Rücksprache mit dem behandelndem Arzt eingesetzt werden. Denn dieser weiß am besten, welche Wirkstoffe am ungefährlichsten für Mutter und Kind sind.

Medikamente zur Vorbeugung

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist Dimenhydrinat das Mittel der ersten Wahl gegen die Übelkeit.
Metoprolol kann zum Einsatz kommen, wenn schwere und/oder häufige Migräne-Attacken eine vorbeugende medikamentöse Behandlung notwendig machen.
Unter Umständen kann der Arzt bei Nicht-Eintreten des gewünschten Erfolges auch andere Medikamente verschreiben.
Wissenschaftliche Studien konnten zwar noch keine eindeutigen Belege für die positive Wirkung von Magnesium (mindestens 600 mg) liefern. Jedoch gibt es viele Hinweise, die diese Wirkung unterstreichen. Deswegen, und aufgrund seiner Unbedenklichkeit, sollte Magnesium ebenfalls als vorrangiges Mittel zur Vorbeugung gegen Migräne angesehen werden.

Medikamente im Anlassfall

Paracetamol darf eingesetzt werden und ist demzufolge das bevorzugte Mittel während der Schwangerschaft; Acetylsalicylsäure (ASS) dagegen nur in Ausnahmefällen.
Triptane dürfen während der Schwangerschaft überhaupt nicht verwendet werden, jedoch in der Stillzeit. Allerdings vermengen sie sich mit der Muttermilch; daher muss eine Stillpause von mindestens zwölf Stunden nach der letzten Triptan-Einnahme eingehalten werden.
Infolgedessen wird in der Stillzeit Ibuprofen das bevorzugte Mittel sein.
Dagegen dürfen Ergotamine weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit eingenommen werden.

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Regeln für Migräne-Kopfschmerz-Patienten – Zusammenfassung

Im Folgenden die Zusammenfassung einiger Regeln. Diese sollte jeder Patient, der von Migräne bzw. Kopfschmerzen betroffen ist, unbedingt beachten!

Bild zu Regeln für Migräne-Kopfschmerz-Patienten - Zusammenfassung

  • Wähle einen Arzt deines Vertrauens und konsultiere ihn mindestens 1-mal jährlich!
  • Treten Doppelbilder, Lähmungserscheinungen, Anfälle, Krämpfe, Störungen des Bewusstseins, morgendliches Erbrechen, Kopfschmerzen mit unerklärlichem Fieber oder andere eigenartige Phänomene auf, suche deinen Arzt umgehend auf!
  • Lerne, wie du Störungen deiner Grundfunktionen (wie Wärmehaushalt, Stuhlgang, Schlaf-, Atem- und Menstruationsstörungen) auf natürliche Weise harmonisieren kannst!
  • Nimm so wenig wie möglich an Schmerzmitteln zu dir!
  • Lerne Migräne auslösende Stoffe, Situationen, Nahrungsmittel, Haltungen und Verhaltensweisen kennen und beachten!
  • Ernähre dich gesund und regelmäßig; das bedeutet: hoher Kohlehydrat-, jedoch niedriger Fett, Eiweiß- und Purin-Anteil, wenig Salz, genügend Calcium, Kalium und Magnesium sowie ungesättigte Fettsäuren und Vitamine!
  • Entwickle Strategien und Methoden, um Migräne-Anfällen vorzubeugen!
  • Bemühe dich um einen geregelten Tagesablauf!
  • Atme bzw. lerne richtig zu atmen!
  • Entspanne dich regelmäßig, bringe Harmonie in dein Leben!
  • Bewege dich regelmäßig und viel in frischer Luft!
  • Erlerne Selbstmassage!
  • Lerne, dich weniger zu ärgern und deine Zeit sinnvoll einzuteilen!
  • Führe einen Migräne– bzw. Kopfschmerzen-Kalender!

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Migräne-Kopfschmerz-Fibel (gratis)

Was am Buch mit dem Titel „Migräne-Kopfschmerz-Fibel“ von Anfang überzeugt, ist der an der Praxis orientierte Inhalt. Und demzufolge das ehrliche Bemühen, dem Betroffenen mit Empfehlungen sowie Ratschlägen helfen zu wollen. Somit wird der Migräne-Patient mit einem Wissen ausgestattet, welches ihm erlaubt, selbst gegen sein Leiden tätig zu werden.

Bild zu Migräne-Kopfschmerz-Fibel

Inzwischen ist bekannt, dass sich die Volkskrankheit Migräne nicht nur auf eine Ursache zurückführen lässt. Ebenso ist bekannt, dass sich die Beschwerden mit Schmerzmitteln und Medikamenten allein nicht bezwingen lassen.
Diesem Wissen hat der Autor Rechnung getragen, indem er einerseits eine Vielzahl an Auslösern aufzeigt, die zu Anfällen führen können. Andererseits legt er Möglichkeiten offen, durch die der Patient ganz individuell auf die Krankheit reagieren kann. Hierzu gibt er eine ganze Reihe oftmals verblüffend einfacher Hinweise und Vorschläge bekannt, die er in seiner langjährigen Praxis als Therapeut und Migräne-Spezialist zusammengetragen hat. Und da er dieses Wissen gemeinsam mit seinen Patienten auf seine Wirksamkeit überprüft hat, wird die „Migräne-Kopfschmerz-Fibel“ zu einem wertvollen und hilfreichen Begleiter für alle Betroffenen.
Zusammenfassend handelt es sich bei der „Migräne-Kopfschmerz-Fibel“ um ein Buch für all jene, die Hilfe benötigen, sich aber nicht ihrem Schicksal ergeben wollen, sondern bemüht sind, mit Eigeninitiative die Anstrengungen ihrer Ärzte zu unterstützen.

Der Autor der Migräne-Kopfschmerz-Fibel

Der Autor der Migräne-Kopfschmerz-Fibel ist Prof. Doz. Dr. med. habil. Konrad Taubert. Er studierte an der Universität Halle Medizin, um sich anschließend nach einer 4-jährigen Facharztausbildung zum Psychotherapeuten zu spezialisieren. Interessanterweise ein Studiengang, den es In Deutschland nicht gibt, den man jedoch als wissenschaftlich fundierte Ausbildung zum Naturarzt beschreiben kann.
Während seines Studiums und den darauffolgenden Jahren der Praxis in Halle, Dresden, Bad Kösen, Berlin und Mahlow vertiefte er sich in die naturheilkundlichen und modernen Aspekte seines Fachgebiets. Demzufolge qualifizierte er sich besonders auf den Gebieten der Manual-, Neural- und Psychotherapie sowie der Akupunktur. Das hatte zur Folge, dass er im Jahre 1978 zum Chefarzt der Klinik für Psychotherapie in Neubrandenburg berufen wurde.
Nach seiner Habilitation im Jahre 1991 begann er an der Ernst-Moritz-Arnd-Universität in Greifswald als Privatdozent das Fachgebiet Psychotherapie zu unterrichten.
Nicht zuletzt haben ihn folgende Veröffentlichungen und Vorträge international bekannt gemacht:

  • nicht-medikamentöse Therapie des Kopfschmerzes
  • nicht-medikamentöse Therapie der Krebserkrankung
  • Gesundheitserziehung unter Einbeziehung physiotherapeutischer Selbst-Behandlungsmaßnahmen

Migräne-Kopfschmerz-Fibel – Inhaltsverzeichnis

Um einen Einblick zu erhalten, welche Themen in der Migräne-Kopfschmerz-Fibel behandelt werden, kannst du unter dem folgenden Link einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen.
Migräne-Kopfschmerz-Fibel – Inhaltsverzeichnis

Bild zu Migräne-Kopfschmerz-Fibel

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